Donnerstag, 27. August 2009

Orientation part 2

Montag, 24.08.09
Nach 1 1/2 Wochen Kanada wird es endlich mal Zeit zu lernen, wie man das Leben hier eigentlich auf die Reihe kriegt. Zum Glück gibt es da die OBW Orientation!
Dazu hieß es am Montag erstmal um 5 aufstehen um rechtzeitig um 10:30 in der York University in Toronto zu sein. Da Toronto nunmal kein Dorf ist sind die Wege hier ein wenig länger...



Einmal angekommen, hieß es dann erstmal sammeln und die erste Info-Session über sich ergehen lassen. Viel neues hat man da allerdings nicht erfahren. Interessant war allerdings, dass nicht nur wir Baden Württembergischen Austauschstudenten von der Partie waren, sondern auch Franzosen aus Rhône-Alpes, Inder und Chinesen.
Nach einer weiteren Info-Session am Nachmittag gab es am Abend dann noch ein nettes Essen mit offiziellen Gästen, nämlich Vertretungen der Konsulate der vier Länder aus denen wir alle hergekommen sind. Für die Deutsche Botschafterin war das auch ein besonderer Tag, da es ihr aller erster Tag im Amt war!

An den Tischen waren wir nach Gastuniversität angeordnet, sodass man schonmal sehen konnte, wen man demnächst auf dem Campus wiedersehen wird!

Dienstag, 25.08.09
Am nächsten Tag standen dann endlich ein paar Ausflüge statt trockenen Vorträgen auf dem Programm! Das erste Ziel war die McMichael Canadian Art Collection, in der es ausschließlich einheimische Kunst zu sehen gab. Ein Teil der Ausstellung war der "First Nation", der zweite dem sogenannten "Group of Seven".

Nach dem Kulturprogramm war dann reine Entspannung in Form einer Bootsfahrt zu den "30.000 Islands" vor Georgian Bay. Dieser dreistündige Ausflug kombinierte eine sehr schöne Aussicht auf die idyllischen Inseln mit der Möglichkeit die Teilnehmer kennenzulernen und den anstehenden Ausflug in den Algonquin Park zu planen.


Mittwoch, 26.08.09
Am Mittwoch ging es dann nach einem letzten Vortrag schließlich zurück nach London, zusammen mit einigen aus ORA- und OBW-lern. Für einige war es die erste Ankunft hier, gerade zwei aus Lyon stammende Austauschstudenten schienen schon deutliche Anzeichen von Heimweh vorzuzeigen... Ich hingegen hatte schon den Eindruck nach Hause zurückzukehren. Das war schon ein sehr interessantes Erlebnis!

Sonntag, 23. August 2009

Zwischenbilanz

Sonntag, 23.08.09
So, ich bin jetzt über eine Woche auf diesem mysteriösen Flecken Erde, der sich Kanada nennt. Zeit eine erste Bilanz zu ziehen!
Natürlich ist der Kulturschock wenn man hier ankommt nicht zu vergleichen mit dem was andere zu Beispiel in Zentralafrika zurzeit erleben. Woran man sich hier gewöhnen muss sind vor allem kleine, eigentlich unbedeutende, Unterschiede. Hier ist einfach alles größer als in Europa: die Straßen, die Autos (lauter Pick-Ups!), die Regenschauer, die Entfernungen, die Nahrungsmittelmengen im Supermarkt... Außerdem sind da andere Regelungen für das Handy (man zahlt auch wenn man angerufen wird!!), lustige Wirbelklospülungen und, und, und.
Wie gesagt, alles kein Problem. Zurück bleibt bis jetzt der Eindruck eines Landes, das sehr stark von den USA geprägt ist, aber sich nicht genug von letzteren distanzieren kann. Die Menschen sind hier unglaublich freundlich und zuvorkommend.
Das alles ist wirklich sehr vielversprechend für die nächste Zeit, die ich hier verbringen werde. Morgen früh geht es dann erstmal wieder für drei Tage nach Toronto. Da gibt es eine Orientation, die uns helfen soll in der neuen Umgebung klarzukommen, nicht dass ich das nötig hätte, das Einleben hat perfekt funktioniert! Interessanter wird es wohl die Leute aus den anderen Austauschprogrammen kennenzulernen, da kommen welche aus Frankreich, Indien und China. Mal schauen was die so erlebt haben!

Visit from Hamilton!

Donnerstag 20.08.09
Simon hat inzwischen in Hamilton auch schon einiges auf die Beine gestellt und kommt jetzt mal vorbei um sein Starterpaket, das in London für ihn hinterlassen wurde, abzuholen. Ich hab ihn also am Busbahnhof abgeholt und ihm London ein wenig gezeigt. Das Starterpaket war dann doch ein bisschen umfangreicher als gedacht: Von Nähzeug über Kissen und 3-Loch Locher bis zu einem ausgewachsenen Fahrrad war so ziemlich alles dabei, was man hier zum Überleben braucht und nicht ohne weiteres aus Deutschland mitbringen kann.
Aufgrund transportlogistischer Probleme musste das Fahrrad "leider" bei mir bleiben, hehe!
Ich bin auch ziemlich glücklich an ein Fahrrad gekommen: mein Vorgänger, auch aus Deutschland, hat einfach seins hier bei Andrew gelassen. Nach einigem Tüfteln mit Simon haben wir es dann auch einigermaßen zum Laufen gebracht. Für umsonst ist es trotz ein wenig Rost gar nicht mal schlecht!
Am selben Tag habe ich leider mein Handy, für das ich gerade eine Kanadische SIM-Karte gekauft hatte bei einem Wolkenbruch geflutet. Monsunregen hatte ich hier eigentlich nicht erwartet!
Am Abend haben Simon und ich dann noch ein paar Kneipen in London angetestet.

Where the work is gonna be done

Montag, 17.08.09
Die Unterkunft für das kommende Jahr ist gefunden! Es ist ein Zimmer in einer WG, der Besitzer ist ein griechischstämmiger in London gebohrener frischgebackener Lehrer, er wohnt im ersten Stock und das Erdgeschoss teile ich mir mit zwei weiteren UWO-Studenten. Sehr coole Stimmung hier. Das Heißt: Endlich Zeit mir meine Uni ein bisschen anzusehen!
Die Uni ist ganz in der Nähe vom Haus, was bei den anstehenden Wintern ganz nützlich sein wird. Ach, wo wir gerade bei dem Thema sind: "Nico in the snow" passt im Moment einfach mal gar nicht!! 30 Grad Durchschnittstemperatur und Sonne ohne Ende würden eher "Nico in der Sauna" nahelegen.
Wie auch immer, der Campus gefällt mir sehr. Im moment ist erinnert er allerdings eher an einen Kindergarten. UWO Studenten führen Massen von Kindern durch das Unigelände und machen Werbung für die 10-15 Jahre später anstehende Wahl der Uni. Das heißt in der Cafeteria vor allem riesenschlangen schon Wochen bevor es losgeht! Aber ich denke das legt sich in der nächsten Zeit.


Hier wimmelt es übrigens nur so von Eichhörnchen, man muss fast schon aufpassen, dass man nicht drauftritt!! Die sind gar nicht so scheu wie man das aus Europa gewohnt ist.

London calling!!!

Freitag 14.08.09

Nach einer zu kurzen Nacht und der falschen Entscheidungmit 50 kg Gepäck zu Fuß zum Busbahnhof zu laufen ging es endlich direkt auf mein endgültiges Ziel London (Ontario) zu. Wäre der Bus auf dem Highway nicht rechts gefahren, hätte ich mir bei meiner Ankunft vielleicht die Frage gestellt auf welchem Kontinent ich denn gerade bin. Denn auch in Ontario hat London ein Oxford Street, eine Picadilly Street, eine St Paul's Cathedral (mit Big Ben "Klingelton" für die Glocken!), und vor allem eine Themse, die durch die Stadt fließt! Da auf den Kanadischen Geldscheinen auch noch die Queen abgebildet ist, kommt man manchmal echt ins Grübeln...


Hier bin ich, während ich auf Wohnungssuche war, in zwei verschiedenen Hostels untergekommen: Das erste war ganz im Norden und eigentlich ein ungebrauchter Teil eines Altersheims. Es war sauber und gut ausgestattet, allerdings ziemlich weit von allem weg. Das zweite war da deutlich besser gelegen.

CN-Tower in sicht!

Donnerstag, 13.08.09 Teil 2
Ich bin jetzt offiziell Einwanderer! Die Einreise ist vollkommen problemlos über die Bühne gegangen. Ein paar Fragen richtig beantworten und schon heißt es "Welcome to Canada!". In Toronto sind Simon und ich eine Nacht geblieben. Trotz 24 Stunden Reise, Zeitverschiebung berücksichtigt, sind wir auf der suche nach Essen durch Downtown Toronto getingelt. Gerade nach Reykjavik ist Toronto schon ziemlich beeindruckend. Diese Schachbrettmusterartig angelegten riesigen Straßen, die die einzelnen Blocks mit ihren riesigen Hochhäusern umgeben, das ist schon was ganz besonderes... Der alles überragende CN-Tower mit dem Rogers-Center Riesenstadion zu seinen Füßen sticht nochmal gesondert heraus!
Leider sind die meisten Bilder aufgrund falscher Einstellung (es war Nacht) ziemlich in die Hose gagangen. Aber nach Toronto geht es ja sicher noch mindestens ein Mal!

Let's get started!

Donnerstag, 13.08.09:
Es ist endlich soweit, der lang ersehnte Tag der Abreise ist erreicht. Da stört es auch nicht wenn der Flieger schon um 7:20 in Düsseldorf abfliegt. Mit Icelandair ging es zunächst zum Flughafen in Keflavik (Island), wo ich acht Stunden Zeit bis zur Anschlussflug nach Toronto hatte, perfekt wenn man schon immer davon geträumt hat einige Zeit in Island zu verbringen! Klar, acht Stunden sind nicht wirklich viel Zeit, aber es hat gereicht um mit dem Bus nach Reykjavik zu fahren und einen ersten Eindruck von dieser "Weltstadt" zu kriegen. Also schnell ein paar Euro in Isländische Kronen umgetauscht, Busticket gekauft und ab gings.
Was man auf dem Weg sehen konnte war wie von einem anderen Stern: Soweit das Auge reicht nichts als unberührte Wildnis, wobei die hier hauptsächlich aus Vulkangestein besteht. Die Vegetation hat es echt nicht leicht, was dazu führt, dass man den Eindruck hat man sei auf dem Mond gelandet.




Nach einer knappen Stunde Fahrt habe ich dann Reykjavik erreicht, das ich so auf dieser verlassenen Insel nicht erwartet hätte. Es ist wie eine Oase des hochmodernen Lebens inmitten einer endlosen Steinwüste. Zum glück redet da jeder Englisch, sodass das zurechtfinden nicht besonders schwer fiel.


Leider musste ich aber noch einen Flieger erreichen, ich wäre gerne noch ein bisschen länger hier geblieben. Am Flughafen habe ich dann Simon getroffen, der aus München kam und wir sind weiter nach Toronto geflogen.