Nach den Vorbereitungen vom Donnerstag, machten sich vier unerschrockene Abenteurer dann endlich auf den Weg nordwärts gen Algonquin Park. In Huntsville, einem verschlafenen Städtchen nicht weit vom Parkeingang erhielten die Vier, namentlich Simon, Mathias (T), Andreas und Nicolas (Nico), weibliche Verstärkung von Laura, Viktoria (Vika) und Nora. Das Team war komplett.
Leider erreichten de Gefährten ihren Einstiegssee mit so viel Verspätung, dass der eigentliche Aufbruch um einen Tag verschoben wurde. So hieß der erste Campground Magnetawan Lake. Ein schönes durch den Feuermeister angeheiztes Lagerfeuer ließ die Enttäuschung allerdings schnell verschwinden. Die gegrillten Würstchen taten ihr übriges!
Was sich ihnen dort offenbarte war eine Landschaft wie von einer anderen Welt. Unberürter wunderschöner Wald wohin man sah, über dem See lag ein gespenstischer Nebel, der alles unwirklich erscheinen ließ. Auf halbem Weg kreuzten dann auch noch eine Elchkuh und ihr Kalb unseren Weg als sie den Fluss überquerten!

Nach einer weiteren nassen Nacht und einem weiteren eher harten Paddeltag klarte der Himmel abends endlich auf und die Gefährten wurden am White Trout Lake mit einem herrlichen Sonnenuntergang für ihre Mühen belohnt. Sämtliche Rückzugsvorschläge waren damit im Keim erstickt und jeder wurde für seine Mühen entlohnt!
Von diesem Abend an hielt das schöne Wetter an und sowohl Paddeln als auch Portages (Das sind die Strecken, auf denen die Boote aufgrund von z.B. Stromschnellen getragen werden müssen) fielen deutlich leichter! Das lag allerdings auch zum Teil daran, dass sich die Truppe inzwischen ziemlich gut eingespielt hatte und sich Routine bemerkbar machte.
Trotz aller Sonne tagsüber waren die Morgen allerdings ziemlich kühl, was dann allerdings mithilfe warmer Milch und darin aufgelöstem Müsli verdrängt wurde!
Auf dem Rückweg traf unser Trupp dann auch noch einen weiteren vollkommen unkoordinierten Haufen Germanen auf Erkundungstour. bei diesem Haufen schien allerdings das Kanufahren noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen zu sein, was sich an den zahlreichen Kratzern am Rumpf erkennen ließ. Angeblich haben sie sogar versucht eine Stromschnelle mitzunehmen und einigermaßen kläglich daran gescheitert...
Nach einer Woche, die unübersehbare Zeichen bei unseren Wanderern Hinterlassen hat (meterlange Bärte, die sogar den größten Bär in die Flucht geschlagen hätten, millionen Mückenstiche an den Beinen des "Mückenableiters" Laura, ...) hieß es dann leider wieder Abschied nehmen von der Wildnis und zurück in die Zivilisation, Handynetz wieder erreichen und Abschied vom geliebten Donnerbalken nehmen. Die Matratze war allerdings wirklich wilkommen!
So lösten sich die Gefährten nach und nach auf und behielten ein unvergessliches Erlebnis in Erinnerung!
*Grins* Gefährten klingt gut, aber als der Regen aufhörte war doch unser Frodo weg ... ;-)
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